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	<title>Gedichte von Ludwig Uhland</title>
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		<title>Der weiße Hirsch</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gingen drei Jäger wohl auf die Pirsch, sie wollten erjagen den weißen Hirsch. Sie legten sich unter den Tannenbaum, da hatten die drei einen seltsamen Traum. Der erste. Mir hat geträumt, ich klopft auf den Busch, da rauschte der Hirsch heraus, husch husch! Der zweite. Und als er sprang mit der Hunde Geklaff, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gingen drei Jäger wohl auf die Pirsch,<br />
sie wollten erjagen den weißen Hirsch.</p>
<p>Sie legten sich unter den Tannenbaum,<br />
da hatten die drei einen seltsamen Traum.<br />
<span id="more-92"></span></p>
<p>Der erste.<br />
Mir hat geträumt, ich klopft auf den Busch,<br />
da rauschte der Hirsch heraus, husch husch!</p>
<p>Der zweite.<br />
Und als er sprang mit der Hunde Geklaff,<br />
da brannt’ ich ihn auf das Fell, piff, paff!</p>
<p>Der dritte.<br />
Und als ich den Hirsch an der Erde sah,<br />
da stieß ich lustig ins Horn, trara!</p>
<p>So lagen sie da und sprachen, die drei,<br />
da rannte der weiße Hirsch vorbei.</p>
<p>Und eh’ die drei Jäger ihn recht gesehn,<br />
so war er davon über Tiefen und Höhn.<br />
Husch husch! piff, paff! trara!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wein und Brot</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Solche Düfte sind mein Leben, Die verscheuchen all mein Leid: Blühen auf dem Berg die Reben, Blüht im Tale das Getreid&#8217;. Donnern werden bald die Tennen, Bald die Mühlen rauschend gehn, Und wenn die sich müde rennen, Werden sich die Keltern drehn. Gute Wirtin vieler Zecher! So gefällt mir&#8217;s, flink und frisch; Kommst du mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Solche Düfte sind mein Leben,<br />
Die verscheuchen all mein Leid:<br />
Blühen auf dem Berg die Reben,<br />
Blüht im Tale das Getreid&#8217;.<br />
<span id="more-90"></span></p>
<p>Donnern werden bald die Tennen,<br />
Bald die Mühlen rauschend gehn,<br />
Und wenn die sich müde rennen,<br />
Werden sich die Keltern drehn.</p>
<p>Gute Wirtin vieler Zecher!<br />
So gefällt mir&#8217;s, flink und frisch;<br />
Kommst du mit dem Wein im Becher,<br />
Liegt das Brot schon auf dem Tisch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Ungenannten</title>
		<link>http://www.uhland-ludwig.de/allgemein/der-ungenannten/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:26:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf eines Berges Gipfel Da möcht ich mit dir stehn, Auf Täler, Waldeswipfel Mit dir herniedersehn; Da möcht ich rings dir zeigen Die Welt im Frühlingsschein, Und sprechen: wärs mein Eigen, So wär es mein und dein. In meiner Seelen Tiefen, Oh sähst du da hinab, Wo alle Lieder schliefen, Die je ein Gott mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf eines Berges Gipfel<br />
Da möcht ich mit dir stehn,<br />
Auf Täler, Waldeswipfel<br />
Mit dir herniedersehn;<br />
Da möcht ich rings dir zeigen<br />
Die Welt im Frühlingsschein,<br />
Und sprechen: wärs mein Eigen,<br />
So wär es mein und dein.<br />
<span id="more-88"></span></p>
<p>In meiner Seelen Tiefen,<br />
Oh sähst du da hinab,<br />
Wo alle Lieder schliefen,<br />
Die je ein Gott mir gab!<br />
Da würdest du erkennen:<br />
Wenn Echtes ich erstrebt,<br />
Und mags auch dich nicht nennen,<br />
Doch ist&#8217;s von dir belebt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schwere Träume</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das war mir eine schwere Nacht, Das war ein Traum von langer Dauer; Welch weiten Weg hab ich gemacht Durch alle Schrecken, alle Schauer! Der Traum, er führt&#8217; mich an der Hand, Wie den Äneas die Sibylle, Durch ein avernisch dunkles Land, Durch aller Schreckgestalten Fülle. Was hilft es, daß die Glocke rief Und mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war mir eine schwere Nacht,<br />
Das war ein Traum von langer Dauer;<br />
Welch weiten Weg hab ich gemacht<br />
Durch alle Schrecken, alle Schauer!<br />
<span id="more-86"></span></p>
<p>Der Traum, er führt&#8217; mich an der Hand,<br />
Wie den Äneas die Sibylle,<br />
Durch ein avernisch dunkles Land,<br />
Durch aller Schreckgestalten Fülle.</p>
<p>Was hilft es, daß die Glocke rief<br />
Und mich geweckt zum goldnen Tage,<br />
Wenn ich im Innern heimlich tief<br />
Solch eine Hölle in mir trage?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tells Tod</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:22:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Grün wird die Alpe werden, stürzt die Lawin‘ einmal; Zu Berge ziehn die Herden, fuhr erst der Schnee zu Tal. Euch stellt, ihr Alpensöhne, mit jedem neuen Jahr Des Eises Bruch vom Föhne der Kampf von Freiheit dar. Da braust der wilde Schächen hervor aus seiner Schlucht, Und Fels und Tanne brechen von seiner jähen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grün wird die Alpe werden, stürzt die Lawin‘ einmal;</p>
<p>Zu Berge ziehn die Herden, fuhr erst der Schnee zu Tal.</p>
<p>Euch stellt, ihr Alpensöhne, mit jedem neuen Jahr<br />
<span id="more-84"></span></p>
<p>Des Eises Bruch vom Föhne der Kampf von Freiheit dar.</p>
<p>Da braust der wilde Schächen hervor aus seiner Schlucht,</p>
<p>Und Fels und Tanne brechen von seiner jähen Flucht.</p>
<p>Er hat den Steg begraben, der ob der Stäube hing,</p>
<p>Hat weggespült den Knaben, der auf dem Stege ging.</p>
<p>Und eben schritt ein andrer zur Brücke, da sie brach;</p>
<p>Nicht stutzt der greise Wandrer, wirft sich dem Knaben nach,</p>
<p>Fasst ihn mit Adlerschnelle, trägt ihn zum sichern Ort.</p>
<p>Das Kind entspringt der Welle; den Alten reisst sie fort.</p>
<p>Doch als nun ausgestossen die Flut den toten Laib,</p>
<p>Da stehn um ihn, ergossen in Jammer, Mann und Weib.</p>
<p>Als kracht in seinem Grunde des Rotstocks Felsgestell,</p>
<p>Erschallt’s aus einem Munde: « Der Tell ist tot, der Tell! »</p>
<p>Wär‘ ich ein Sohn der Berge, ein Hirt am ew’gen Schnee,</p>
<p>Wär‘ ich ein kecker Ferge auf Uri’s grünem See,</p>
<p>Und trät‘ in meinem Harme zum Tell, wo er verschied,</p>
<p>Des Toten Haupt im Arme, spräch‘ ich mein Klagelied:</p>
<p>«Da liegst du, eine Leiche, der aller Leben war;</p>
<p>Dir trieft noch um das bleiche Gesicht dein greises Haar.</p>
<p>Hier steht, den du gerettet, ein Kind, wie Milch und Blut;</p>
<p>Das Land, das du entkettet, steht rings in Alpenglut.</p>
<p>Die Kraft derselben Liebe, die du dem Knaben trugst,</p>
<p>Ward einst in dir zum Triebe, dass du den Zwingherrn schlugst.</p>
<p>Nie schlummernd, nie erschrocken, war Retten stets dein Brauch,</p>
<p>Wie in den braunen Locken, so in den grauen auch.</p>
<p>Wärst du noch jung gewesen, als du den Knaben fingst,</p>
<p>Und wärst du dann genesen, wie du nun untergingst,</p>
<p>Wir hätten draus geschlossen auf künft’ger Taten Ruhm;</p>
<p>Doch schön ist nach dem grossen, das schlichte Heldentum.</p>
<p>Dir hat dein Ohr geklungen vom Lob, das man dir bot;</p>
<p>Doch ist zu ihm gedrungen ein schwacher Ruf der Not.</p>
<p>Der ist ein Held der Freien, der, wann der Sieg ihn kränzt,</p>
<p>Noch glüht, sich dem zu weihen, was frommet und nicht glänzt.</p>
<p>Gesund bist du gekommen vom Werk des Zorns zurück;</p>
<p>Im hilfereichen, frommen, verliess dich erst dein Glück.</p>
<p>Der Himmel hat dein Leben nicht für ein Volk begehrt;</p>
<p>Für dieses Kind gegeben, war ihm dein Opfer wert.</p>
<p>Wo du den Vogt getroffen mit deinem sichern Stahl</p>
<p>Dort steht ein Bethaus offen, dem Strafgericht ein Mal!</p>
<p>Doch hier, wo du gestorben, dem Kind ein Heil zu sein,</p>
<p>Hast du dir nur erworben ein schmucklos Kreuz von Stein.</p>
<p>Weithin wird Lob gesungen, wie du dein Land befreit;</p>
<p>Von grosser Dichter Zungen vernimmt’s noch späte Zeit;</p>
<p>Doch steigt am Schächen nieder ein Hirt im Abendrot,</p>
<p>Dann hallt im Felstal wieder das Lied von deinem Tod.»</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Student</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus den »Liebesklagen«) Als ich einst bei Salamanca Früh in einem Garten saß Und beim Schlag der Nachtigallen Emsig im Homerus las: Wie in glänzenden Gewanden Helena zur Zinne trat Und so herrlich sich erzeigte Dem trojanischen Senat, Daß vernehmlich der und jener Brummt&#8217; in seinen grauen Bart: »Solch ein Weib ward nie gesehen, Traun, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus den »Liebesklagen«)</p>
<p>Als ich einst bei Salamanca<br />
Früh in einem Garten saß<br />
Und beim Schlag der Nachtigallen<br />
Emsig im Homerus las:<br />
Wie in glänzenden Gewanden<br />
Helena zur Zinne trat<br />
Und so herrlich sich erzeigte<br />
Dem trojanischen Senat,<br />
Daß vernehmlich der und jener<br />
Brummt&#8217; in seinen grauen Bart:<br />
»Solch ein Weib ward nie gesehen,<br />
Traun, sie ist von Götterart!«<br />
<span id="more-82"></span><br />
Als ich so mich ganz vertiefet,<br />
Wußt ich nicht, wie mir geschah:<br />
In die Blätter fuhr ein Wehen,<br />
Daß ich staunend um mich sah.<br />
Auf benachbartem Balkone,<br />
Welch ein Wunder schaut ich da!<br />
Dort, in glänzenden Gewanden,<br />
Stand ein Weib wie Helena,<br />
Und ein Graubart ihr zur Seite,<br />
Der so seltsam freundlich tat,<br />
Daß ich schwören mocht, er wäre<br />
Von der Troer Hohem Rat.<br />
Doch ich selbst ward ein Achäer,<br />
Der ich nun seit jenem Tag<br />
Vor dem festen Gartenhause,<br />
Einer neuen Troja, lag.<br />
Um es unverblümt zu sagen:<br />
Manche Sommerwoch entlang<br />
Kam ich dorthin jeden Abend<br />
Mit der Laut&#8217; und mit Gesang,<br />
Klagt in mannigfachen Weisen<br />
Meiner Liebe Qual und Drang,<br />
Bis zuletzt vom hohen Gitter<br />
Süße Antwort niederklang.<br />
Solches Spiel mit Wort und Tönen<br />
Trieben wir ein halbes Jahr,<br />
Und auch dies war nur vergönnet,<br />
Weil halb taub der Vormund war.<br />
Hub er gleich sich oft vom Lager,<br />
Schlaflos, eifersüchtig bang,<br />
Blieben doch ihm unsre Stimmen<br />
Ungehört, wie Sphärenklang.<br />
Aber einst, die Nacht war schaurig,<br />
Sternlos, finster wie das Grab,<br />
Klang auf das gewohnte Zeichen<br />
Keine Antwort mir herab.<br />
Nur ein alt zahnloses Fräulein<br />
Ward von meiner Stimme wach,<br />
Nur das alte Fräulein Echo<br />
Stöhnte meine Klagen nach.<br />
Meine Schöne war verschwunden,<br />
Leer die Zimmer, leer der Saal,<br />
Leer der blumenreiche Garten,<br />
Rings verödet Berg und Tal.<br />
Ach! und nie hatt ich erfahren<br />
Ihre Heimat, ihren Stand,<br />
Weil sie, beides zu verschweigen,<br />
Angelobt mit Mund und Hand.<br />
Da beschloß ich, sie zu suchen<br />
Nah und fern, auf irrer Fahrt.<br />
Den Homerus ließ ich liegen,<br />
Nun ich selbst Ulysses ward;<br />
Nahm die Laute zur Gefährtin,<br />
Und vor jeglichem Altan,<br />
Unter jedem Gitterfenster<br />
Frag ich leis mit Tönen an,<br />
Sing in Stadt und Feld das Liedchen,<br />
Das im Salamancer Tal<br />
Jeden Abend ich gesungen<br />
Meiner Liebsten zum Signal;<br />
Doch die Antwort, die ersehnte,<br />
Tönet nimmermehr, und ach!<br />
Nur das alte Fräulein Echo<br />
Reist zur Qual mir ewig nach.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>In ein Stammbuch</title>
		<link>http://www.uhland-ludwig.de/allgemein/in-ein-stammbuch/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeit, in ihrem Fluge, streift nicht bloß Des Feldes Blumen und des Waldes Schmuck, Den Glanz der Jugend und die frische Kraft: Ihr schlimmster Raub trifft die Gedankenwelt. Was schön und edel, reich und göttlich war Und jeder Arbeit, jeden Opfers wert, Das zeigt sie uns so farblos, hohl und klein, So nichtig, daß [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit, in ihrem Fluge, streift nicht bloß<br />
Des Feldes Blumen und des Waldes Schmuck,<br />
Den Glanz der Jugend und die frische Kraft:<br />
Ihr schlimmster Raub trifft die Gedankenwelt.<br />
<span id="more-80"></span><br />
Was schön und edel, reich und göttlich war<br />
Und jeder Arbeit, jeden Opfers wert,<br />
Das zeigt sie uns so farblos, hohl und klein,<br />
So nichtig, daß wir selbst vernichtet sind.<br />
Und dennoch wohl uns, wenn die Asche treu<br />
Den Funken hegt, wenn das getäuschte Herz<br />
Nicht müde wird, von neuem zu erglühn!<br />
Das Ächte doch ist eben diese Glut,<br />
Das Bild ist höher, als sein Gegenstand,<br />
Der Schein mehr Wesen, als die Wirklichkeit.<br />
Wer nur die Wahrheit sieht, hat ausgelebt;<br />
Das Leben gleicht der Bühne: dort wie hier<br />
Muß, wann die Täuschung weicht, der Vorhang fallen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schäfers Sonntagslied</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin so hold den sanften Tagen, Das ist der Tag des Herrn! Ich bin allein auf weiter Flur; Noch eine Morgenglocke nur, Nun Stille nah und fern. Anbetend knie ich hier. O süßes Graun! geheimes Wehn! Als knieten viele ungesehn Und beteten mit mir. Der Himmel nah und fern, Er ist so klar und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin so hold den sanften Tagen,<br />
Das ist der Tag des Herrn!<br />
Ich bin allein auf weiter Flur;<br />
Noch eine Morgenglocke nur,<br />
Nun Stille nah und fern.<br />
Anbetend knie ich hier.<br />
<span id="more-78"></span><br />
O süßes Graun! geheimes Wehn!<br />
Als knieten viele ungesehn<br />
Und beteten mit mir.<br />
Der Himmel nah und fern,<br />
Er ist so klar und feierlich,<br />
So ganz, als wollt’ er öffnen sich.<br />
Das ist der Tag des Herrn!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Seliger Tod</title>
		<link>http://www.uhland-ludwig.de/allgemein/seliger-tod/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestorben war ich Vor Liebeswonne: Begraben lag ich In ihren Armen; Erwecket ward ich Von ihren Küssen; Den Himmel sah ich In ihren Augen. (1807)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestorben war ich<br />
Vor Liebeswonne:<br />
Begraben lag ich<br />
In ihren Armen;<br />
Erwecket ward ich<br />
Von ihren Küssen;<br />
Den Himmel sah ich<br />
In ihren Augen.</p>
<p>(1807)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Schloß am Meere</title>
		<link>http://www.uhland-ludwig.de/allgemein/das-schlos-am-meere/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 13:08:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.uhland-ludwig.de/?p=74</guid>
		<description><![CDATA[Hast du das Schloß gesehen, Das hohe Schloß am Meer? Golden und rosig wehen Die Wolken drüber her. Es möchte sich niederneigen In die spiegelklare Flut; Es möchte streben und steigen In der Abendwolken Glut. »Wohl hab ich es gesehen, Das hohe Schloß am Meer, Und den Mond darüber stehen, Und Nebel weit umher.« Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hast du das Schloß gesehen,<br />
Das hohe Schloß am Meer?<br />
Golden und rosig wehen<br />
Die Wolken drüber her.<br />
<span id="more-74"></span></p>
<p>Es möchte sich niederneigen<br />
In die spiegelklare Flut;<br />
Es möchte streben und steigen<br />
In der Abendwolken Glut.</p>
<p>»Wohl hab ich es gesehen,<br />
Das hohe Schloß am Meer,<br />
Und den Mond darüber stehen,<br />
Und Nebel weit umher.«</p>
<p>Der Wind und des Meeres Wallen<br />
Gaben sie frischen Klang?<br />
Vernahmst du aus hohen Hallen<br />
Saiten und Festgesang?</p>
<p>»Die Winde, die Wogen alle<br />
Lagen in tiefer Ruh&#8217;,<br />
Einem Klagelied aus der Halle<br />
Hört&#8217; ich mit Tränen zu.«</p>
<p>Sahest du oben gehen<br />
Den König und sein Gemahl?<br />
Der roten Mäntel Wehen,<br />
Der goldnen Kronen Strahl?</p>
<p>Führten sie nicht mit Wonne<br />
Eine schöne Jungfrau dar,<br />
Herrlich wie eine Sonne,<br />
Strahlend im goldnen Haar?</p>
<p>»Wohl sah ich die Eltern beide,<br />
Ohne der Kronen Licht,<br />
Im schwarzen Trauerkleide;<br />
Die Jungfrau sah ich nicht.«</p>
]]></content:encoded>
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